Diagnostische Bausteine

Um die geeignete Maßnahme für Kinder und Familien zu finden, führen wir eine ausführliche Diagnostik in mehreren Terminen durch. Das Zusammenwirken verschiedener Berufsgruppen mit ihrer jeweiligen Erfahrung ist hier von großer Bedeutung. In der Clearingstelle arbeiten Psycholog_innen, Sozialpädagog_innen, Therapeut_innen sowie ein_e Ärzt_in für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Medizinische und psychologische Daten sowie psychosoziale Merkmale müssen bewertet und gewichtet werden. Zum Einsatz kommen auch standardisierte Verfahren aus der psychologischen Diagnostik (z. B. zur Bewertung der Leistung), Fragebögen und eine eingehende ärztliche Untersuchung. Um zu einer umfassenden Einschätzung¹ zu kommen, beziehen wir stets die Erfahrungen derjenigen mit ein, die das Kind oder den Jugendlichen gut kennen und in anderen Kontexten erleben: Erzieher_innen, Lehrer_innen, Betreuer_innen, Mitbehandler_innen. Interaktionelle Daten und Gespräche mit der Familie geben weitere Hinweise auf mögliche Ansatzpunkte für Unterstützung. Die Diagnostik geht über in eine Beratung der Eltern zu den Befunden sowie Motivation zur Annahme nötiger Hilfen.

¹Die Diagnose orientiert sich am multiaxialen Klassifikationsschema ICD-10, wie zur Beantragung sogenannter Eingliederungshilfen nach 
§ 35 a SGB VIII vorgeschrieben.