Zum Aktionstag gegen Glücksspielsucht wird in Pfaffenhofen protestiert

Zum bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht versammelten sich am 01. Oktober Protestzwerge auf dem Marktplatz in Pfaffenhofen, um auch hier ihrem Ärger Luft zu machen. In ganz Bayern waren sie bereits unterwegs und machten auch in Pfaffenhofen stopp.

Mit Demo-Schildern gerüstet, auf denen eindeutige Botschaften gegen das übermäßige Glücksspielen zu lesen waren, standen 15 kleine Protestler in der Innenstadt und rührten sich nicht vom Fleck. Gemeinsam prangerten sie Themen wie Spielhallen, Online-Gambling und Sportwetten an.

Auch in Pfaffenhofen haben die Glücksspielangebote zugenommen, was man nicht zuletzt an der Anzahl der Beratungsanfragen merkt. Leider kommen Hilfesuchende oftmals sehr spät in der Beratungsstelle an. „Wenn sich Betroffene an uns wenden, haben sie meistens schon ihr Vermögen, ihren Job und ihre Beziehung verloren“, erklärt Annett Grabowski, Einrichtungsleitung der Beratungsstelle, die Tragweite. Der Schuldenstand von Personen die in Beratung sind, beläuft sich im Durchschnitt auf rund 24.000 Euro. Bei keiner anderen Abhängigkeitsform ist dieser Wert so hoch. „Glücksspielsucht ist eine ernstzunehmenden Erkrankung mit vielen Gesichtern“, so Grabowski. „Mit unserer Aktion wollten wir das Thema Glücksspielsucht noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und dazu beitragen, dass sich Betroffene, Angehörige, Freunde oder Arbeitgebende früher an uns wenden.“

Wer sich zum Thema Glücksspielsucht beraten lassen möchte, kann sich unter der Tel. 08441/ 89060 an die Beratungsstelle Pfaffenhofen wenden. Die Beratungsstelle ist montags bis donnerstags zwischen 9:00 und 17:00 Uhr und freitags von 9:00 bis 13:00 Uhr telefonisch erreichbar. Das Angebot ist kostenlos und unverbindlich. Weitere Infos unter www.prop-ev.de/pfaffenhofen.