Prop e.V. beteiligt sich am regionalen Kooperationsprojekt "Schanzer Pluspunkt"

In Zusammenarbeit mit der Aktion Jugendschutz Bayern (aj) beteiligte sich die Prop Suchtberatungsstelle in Pfaffenhofen an der gestrigen Auftaktveranstaltung des Kooperationsprojektes „Schanzer Pluspunkt“ zur Prävention und Gesundheitsförderung in der Region 10. Den Startschuss der Veranstaltungsreihe machte das Thema „Suchtprävention für Jugendliche“, auf der Dipl. Sozialpädagoge Daniel Ensslen, Referent für Prävention gegen Glückspielsucht der aj, gemeinsam mit Psychologin Ute Floet, Mitarbeiterin der Prop Suchtberatungsstelle, einen Workshop anboten.

Daran nahm eine Schulklasse der 8. Jahrgangsstufe teil und spielte, begleitet durch die Referent_innen, das Computerspiel „Spielfieber“ zur Prävention von Glücksspielsucht.

Fußball, Forschung und Workshops für Jugendliche in Schulen – auf den ersten Blick erscheinen die Grundpfeiler des Projektes Schanzer Pluspunkt nicht unbedingt zueinander zu passen. Dies ändert sich jedoch schnell, wenn man den Faktor Gesundheit miteinbezieht. Dem FC Ingolstadt 04 (FCI) war es ein Anliegen, ein Präventionsprojekt für die Region Ingolstadt auf die Beine zu stellen. Mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) fand man hier den richtigen Kooperationspartner. Zusammen mit der Audi BKK und dem Gesundheitsnetzwerk Leben wurde der Kooperationsverbund aufgebaut, der seinen Auftakt im Audi Sportpark des FCI feierte. Erster Baustein bildete die Suchtprävention, welche mittels Online-Workshops für Schulklassen den direkten Draht zur Jugend herstellte. „Prävention ist uns ein großes Anliegen. Da fiel es uns nicht schwer direkt zuzusagen als die Anfrage für einen Workshop kam“, betont Floet. „Die Tatsache, dass so viele Kolleg_innen von verschiedenen Trägern zusammenarbeiten freut mich persönlich ungemein. Hier wird Netzwerkarbeit gelebt, was letztlich allen zu Gute kommt.“

Im Workshop zum Thema Glücksspielsucht konnten sich die Schüler_innen über das virtuelle Präventionsspiel „Spielfieber“ in angemessener Weise mit den problematischen Aspekten von Glücksspielen auseinandersetzen. Während des Spiels mussten sie anhand verschiedener Optionen interaktiv Entscheidungen fällen und nahmen somit Einfluss auf den Spielverlauf. Im Anschluss wurde die Auswirkung ihrer Entscheidung gemeinsam besprochen und reflektiert.

Die meisten Jugendlichen waren überrascht, wie schnell das Geld verspielt war und welche Konsequenzen es nach sich zog, wenn zu viel gezockt wurde. Bis zum Schluss waren die Jugendlichen mit Begeisterung dabei, was sich auch am regen Dialog in der Abschlussrunde wiederspiegelte. „Ein deutliches Zeichen dafür, dass das Thema Sucht aktuell ist und großen Anklang findet“, resümiert Floet.

Mehr Infos zum Präventionsspiel gibt es auf der dazugehörigen Homepage: www.spielfieber.net

Mehr Infos zur Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle Pfaffenhofen/Ilm gibt es hier: https://www.prop-ev.de/angebote/beratung-behandlung/beratungsstellen/beratungsstelle-pfaffenhofenilm.html