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21.07.25: Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen

Erinnerung und politische Forderungen am 21. Juli.

Gedenktafel am Marienplatz. Foto: Florian Freund

Am 21. Juli wurde der Münchner Marienplatz erneut zum Ort des stillen Gedenkens und zugleich zu einer eindringlichen politischen Kundgebung. Angehörige, Fachkräfte aus der Suchthilfe, städtische Vertreter*innen und zahlreiche engagierte Bürger*innen versammelten sich, um den 81 drogengebrauchenden Menschen zu gedenken, die im vergangenen Jahr in München verstorben waren – und um deutlich zu machen: Diese Tode hätten vielfach verhindert werden können.
Begleitet von klaren Appellen an die Politik rückte die Veranstaltung die drängenden Herausforderungen in der Suchthilfe in den Fokus. Im Zentrum standen Forderungen nach überlebenswichtigen Maßnahmen wie Drogenkonsumräumen, Drug-Checking und einem flächendeckenden Zugang zu Gesundheitsangeboten. Die Redner*innen machten unmissverständlich klar: Prävention und Hilfe dürfen keine Frage des politischen Willens oder des Wohnorts sein – sondern müssen verlässlich und für alle zugänglich sein.


Für Prop e. V. sprach Geschäftsführer Marco Stürmer, der aktuelle Entwicklungen in den Vordergrund stellte: „Neue Risikopotentiale für drogenkonsumierende Menschen stabilisieren sich und alle Indikatoren verweisen auf eine im höchsten Maße besorgniserregende Prognose. Der illegale Drogenmarkt ist volatil und dynamisch: Das Substanzspektrum differenziert sich immer weiter aus, die Potenz der Substanzen steigt, bei sinkenden Preisen und hoher Verfügbarkeit. Die Anzahl drogenbedingter Todesfälle erreicht in Deutschland seit Jahren traurige Rekordwerte.“ Bei den Verstorbenen, so Stürmer, handle es sich mitnichten um Zahlen in irgendwelchen Statistiken: „Jährlich am 21. Juli gedenken wir der Menschen, die wir durch den Konsum illegaler Substanzen verloren haben. Es sind Töchter, Söhne, Mütter und Väter, Freunde. Ihr Tod erinnert uns nicht zu vergessen und er mahnt uns, alles zu tun: Für eine Suchthilfe, die Leben schützt. Für eine Drogenpolitik, die auf Menschlichkeit, Gesundheitsversorgung und Schadensminimierung setzt. Für mehr Räume der Akzeptanz und weniger Verurteilung und Stigmatisierung.“

Mehr Informationen zum Gedenktag finden Sie in unserem Pressebereich.